
Was kostet eine Vereins-App für Tennisvereine? Preismodelle, Rechenwege und die Kosten, die keiner nennt
Pro Platz, pro Mitglied, pro Modul oder pauschal: Die Preismodelle am Markt im Überblick, wie ihr sie fair vergleicht und welche Kosten in keiner Preistabelle stehen.
Wer im Vorstand vorschlägt, die Verwaltung des Vereins auf eine App umzustellen, bekommt als erste Frage fast immer dieselbe: Was kostet das?
Die ehrliche Antwort aus unseren Gesprächen mit Vereinen klingt zunächst überraschend: Der Preis ist selten das eigentliche Problem. Trotzdem solltet ihr ihn genau kennen, und zwar vollständig. Denn die Zahl in der Preistabelle ist nur ein Teil der Rechnung, und die Modelle der Anbieter sind so unterschiedlich, dass ein direkter Vergleich ohne Umrechnung kaum möglich ist.
Dieser Beitrag zeigt die gängigen Preismodelle, einen einfachen Rechenweg für den Vergleich und die Kosten, die in keiner Tabelle stehen.
Die Preismodelle am Markt
Wir nennen hier bewusst keine einzelnen Anbieter, sondern die Modelle und typischen Spannen, wie sie aktuelle Marktvergleiche ausweisen. Preise ändern sich, prüft vor einer Entscheidung immer die aktuelle Preisseite.
Pro Platz. Verbreitet bei reinen Platzbuchungssystemen. Typisch sind etwa 50 bis 120 Euro pro Platz und Jahr. Das ist übersichtlich, sagt aber nichts über Mitgliederverwaltung oder Zahlungen, die meist extra kommen.
Pauschale nach Paket oder Mitgliederzahl. Bei Buchungssystemen liegen solche Pauschalen grob zwischen 15 und 45 Euro im Monat. Allgemeine Vereinssoftware ohne Tennisbezug startet bei etwa 7 Euro im Monat für kleine Vereine und reicht bis rund 60 Euro für Vereine mit mehr als 500 Mitgliedern.
Pro Mitglied oder Nutzer. Manche Anbieter rechnen pro Kopf ab, etwa 0,18 bis 1,00 Euro pro Mitglied und Monat, oft mit einem Mindestbetrag. Wächst der Verein, wächst die Rechnung automatisch mit.
Modular. Eine Grundlizenz plus Zusatzmodule für Funktionen wie Zahlungen, Kommunikation oder App. Module kosten in Vergleichen etwa 49 bis 149 Euro im Jahr oder 4 bis 10 Euro im Monat. Der Einstiegspreis wirkt niedrig, der Endpreis hängt davon ab, was ihr wirklich braucht.
Kostenlose Stufen. Gibt es bei vielen Anbietern, fast immer mit Grenzen: nur bis zu einer bestimmten Mitgliederzahl, ohne App, oder werbefinanziert. Das kann für den Anfang reichen, ist aber selten der Endzustand.
Der Rechenweg, der Vergleiche fair macht
Weil die Modelle so verschieden sind, hilft eine einzige Kennzahl: Kosten pro Mitglied und Jahr.
Ihr nehmt den vollständigen Jahrespreis (Grundpreis plus alle Module, die ihr braucht) und teilt ihn durch eure Mitgliederzahl. Damit lassen sich Platzpreise, Pauschalen und Pro-Kopf-Modelle direkt nebeneinanderlegen, und ihr seht sofort, wie groß der Betrag im Verhältnis zum Mitgliedsbeitrag ist.
Ein wichtiger Punkt dabei: Die meisten Anbieter nennen Nettopreise. Viele Vereine können die Umsatzsteuer aber nicht oder nur teilweise als Vorsteuer abziehen, etwa weil die Software überwiegend dem ideellen Bereich dient. Rechnet deshalb im Zweifel mit dem Bruttopreis und klärt die Frage mit eurer Steuerberatung.
Was in keiner Preistabelle steht
Zahlungsgebühren. Sobald Mitglieder oder Gäste online bezahlen, fällt pro Zahlung eine Gebühr an, meist ein Prozentsatz plus ein fester Betrag. Bei kleinen Beträgen wie einer Gastspielgebühr macht der feste Anteil viel aus. Fragt, wie hoch die Gebühr ist und wer sie trägt: der Verein oder das zahlende Mitglied.
Mehrere Tools parallel. Das unterschätzen Vereine am häufigsten. Ein Buchungssystem hier, eine Tabelle für die Mitglieder dort, ein Mailprogramm für Rundschreiben. Jedes Werkzeug hat seinen eigenen Preis oder seine eigene Pflege, und dazwischen gleicht jemand von Hand ab, wer noch Mitglied ist und buchen darf. Die Summe ist oft höher als eine einzige Lösung, nur fällt sie nicht als eine Zahl auf.
Verlorene Einnahmen. Gastspielgebühren, die über eine offene Kasse laufen und nicht immer ankommen. Hallenstunden, die leer bleiben, weil niemand von einer Absage erfährt. Das taucht in keinem Haushalt als Kostenpunkt auf, fehlt aber trotzdem am Jahresende.
Einrichtung und Schulung. Manche Anbieter berechnen Einrichtungsgebühren, Datenimport oder Schulungen extra. Fragt ausdrücklich danach, bevor ihr Angebote vergleicht.
Warum der Preis selten das Problem ist
Wenn wir mit Vorständen sprechen, scheitert ein Wechsel fast nie an ein paar hundert Euro im Jahr. Die Fragen, die wirklich entscheiden, sind andere, und ihr solltet sie jedem Anbieter stellen, auch uns.
Wie viel Aufwand ist die Einführung? Ein Ehrenamt kann keine monatelange Implementierung stemmen. Fragt nach der realistischen Dauer und danach, wer den Datenumzug übernimmt.
Machen die Mitglieder mit? Eine App, die nur der Vorstand nutzt, verlagert Arbeit, statt sie zu sparen. Lasst euch die App aus Sicht eines Mitglieds zeigen, nicht nur das Admin-Panel.
Wer kümmert sich danach? Die Sorge, dass eine Person dauerhaft zum Administrator wird, ist berechtigt. Fragt, was im Alltag an Pflege übrig bleibt und wer bei Problemen erreichbar ist.
Was, wenn der Anbieter ein Startup ist? Eine faire Frage, die wir oft hören. Achtet auf zwei Dinge: Wie lange bindet euch der Vertrag, und was passiert mit euren Daten, wenn ihr wechseln wollt? Eine kurze oder keine Vertragsbindung begrenzt das Risiko für den Verein am wirksamsten.
Welche Funktionen eine Vereinssoftware überhaupt abdecken sollte, haben wir im Beitrag Tennisverein online verwalten zusammengefasst. Was ihr beim Datenschutz klären müsst, steht in unserem Beitrag zu Vereins-App und DSGVO.
Was Ace kostet
Bei Ace gibt es einen Preis pro Verein, und er richtet sich nach der Mitgliederzahl. Alle Funktionen sind darin enthalten, Module gibt es nicht. Wir haben uns aus drei Gründen dafür entschieden: Es ist fair für kleine Vereine, es ist für den Vorstand planbar, und kein Verein soll auf eine Funktion verzichten müssen, weil sie extra kostet.
Ein Rechenbeispiel: Ein Verein mit 250 Mitgliedern zahlt bei Jahreszahlung 550 Euro netto im Jahr. Das sind rund 2,20 Euro netto pro Mitglied und Jahr (mit Umsatzsteuer rund 2,62 Euro).
Zusätzlich fallen nur Zahlungsgebühren an, wenn online bezahlt wird: 2,9 Prozent plus 0,35 Euro netto je Zahlung. Bei einer Gastspielgebühr von 10 Euro sind das 64 Cent. Der Verein kann selbst entscheiden, ob er die Gebühr trägt oder an die Zahlenden weitergibt. Eine Einrichtungsgebühr gibt es nicht.
Kostenlos ist die Stufe Club Community mit Vereinsprofil, News und Veranstaltungskalender. Sie ist dafür gedacht, dass sich eure Mitglieder zuerst an die App gewöhnen, bevor Buchung und Zahlungen dazukommen.
Dazu kommen die Bedingungen, die bei einem jungen Anbieter am meisten zählen: keine Mindestlaufzeit, Kündigung zum Monatsende, Einführung in zwei Wochen. Die Mitgliederdaten importiert ihr per CSV, und wir begleiten euch dabei.
Alle Stufen nach Vereinsgröße findet ihr auf unserer Preisseite.
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Stand: Oktober 2026. Marktpreise sind Richtwerte aus öffentlichen Vergleichen und können sich jederzeit ändern. Die Hinweise zur Umsatzsteuer ersetzen keine Steuerberatung.
Quellen
Schlägerclub, Tennisplatz-Buchungssysteme im Vergleich (Preismodelle und Spannen, Stand Juli 2026): schlaegerclub.de
OMR Reviews, Die besten Vereinssoftwares im Vergleich (Preisstufen allgemeiner Vereinssoftware, Stand August 2026): omr.com
Ace Preise (Stufen, Zahlungsgebühren, Vertragsbedingungen): playace.de/preise
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